Identität des Jugendfußballs, Spielbetriebsangebote und Freizeitfußballangebote - das waren Schwerpunktthemen des ersten Jugendfußball-Kongresses am DFB-Campus in Frankfurt mit rund 220 Teilnehmenden aus den 21 Landesverbänden. Mit Lisa Krause (Verantwortliche Frauen- Mädchenfußball & Vorstandsmitglied SpVgg. Leipzig 1899), Josie Ackermann (Spielerin BSG Chemie Leipzig), Jens Vöckler (Vorsitzender SFV Jugendausschuss), Daniel Bela (Vorsitzender des Jugendausschusses Nordsachsen), Tom Reiche (Jugendleiter SG Canitz), Paul Hampel (Stadtverband Dresden + SpVgg Dresden Löbtau), Johann Leuthold (SFV BA Student) und Oliver Herzberg (Referent Kinder- & Jugendfußball) entsendete der SFV insgesamt acht Delegierte nach Frankfurt. Oliver Herzberg fasste die zwei Tage so zusammen: "Wir hatten zwei intensive Tage und konnten hoffentlich die Weichen stellen und Impulse sammeln, um den Jugendfußball etwas moderner und zielgruppenorientierter zu gestalten. Unsere Gruppe hat sich, wie schon zum Jugenfußball-Dialog 2024, sehr aufgeschlossen, engagiert und kommunikativ präsentiert. Es gab einen tollen Austausch mit vielen Landesverbänden. Sicherlich ein Format, dass es zukünftig weiterhin geben muss."
DFB richtet erstmals Jugendfußball-Kongress aus

Erfahrungsbericht von Paul Hampel (Stadtverband Dresden + SpVgg Dresden Löbtau)
Am vergangenen Wochenende stand der DFB Jugendfußball-Kongress 2025 auf dem DFB Campus in Frankfurt (Main) an. Hauptgedanke an dieser Veranstaltung ist, gemeinsam mit allen 21 Landesverbänden eine Leitlinie zu entwerfen, wie man auf vor allem die DropOut-Quote im D- bis A-Juniorenbereich senken kann.
Am Anreisetag startete auch schon das Rahmenprogramm mit einer Talkrunde über die aktuelle Situation im Jugendbereich. Referenten waren hierbei Hannes Wolf (Leiter Trainingsphilosophie Deutschland und Entwicklung Nachwuchsfußball), Thomas Broich (Leiter NLZ Borussia Dortmund) und Dr. Turid Knaak (ehemalige Nationalspielerin, Studium Sozialpädagogik). Moderiert wurde das ganze von Franziska Wülle, Pressesprecherin der Nationalmannschaft. In dieser Runde hat man vor allem den Schwerpunkt auf die Identität zum Fußball gesetzt. Warum lieben wir den Fußball? Wie können wir dies vermitteln und Kinder und Jugendliche lange in den Vereinen binden? Wie können wir eine Strategie oder einen Leitfaden entwickeln? Von den Teilnehmern wurde die Möglichkeit zum Gespräch sehr gut angekommen, wodurch sehr interessante und auch lehrreich Diskussionen entstanden sind. Vor dieser Talkrunde gab es aber auch noch ein kurzes Interview mit DFB Präsident Bernd Neuendorf und seinem Vize Herrmann Winkler.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Arbeitsphasen. Zwei Schwerpunkte wurden hier gesetzt: am Vormittag zum Themengebiet Spielbericht, am Nachmittag ging es um den Freizeitfußball. Aber zuvor gab es auch hier wichtigen Input von fachkundigen Menschen. Denise Ullrich hat ihre Studie vorgestellt, wo Kinder und Jugendliche befragt wurden, wie sie gern in Zukunft Fußball spielen möchten. Anschließend erneut Hannes Wolf zu seinem Spielbetrieb der Zukunft, der zum Teil sich auch mit dem Spielbetrieb des SFV kreuzt. Anschließend ging es an die Arbeit, um verschiedene Themen zu diesem Schwerpunkt zu besprechen. Unter anderem das Thema Meldeligen, Spielplangestaltung, Anstoßzeiten, Spielzeiten (Netto) oder U20-Regel. Nach der Mittagspause holte uns Denise Ullrich nochmal mit ein paar letzten Fakten zu ihrer Studie ab, ehe es in Arbeitsphase 2 ging:
Freizeitfußball. Auch hier gab es verschiedene Themen, wie zum Beispiel E-Football, Kleinfeldturniere, offene Spielmodelle für ältere Altersklassen oder Fußballtennis-Turniere waren da nur ein paar Aspekte. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit abschließenden Worten von Holger Bellinghoff (Vorsitzender DFB Jugendausschuss), welcher in die Zukunft geblickt hat, was mit unserer getanen Arbeit geschieht.
Nach zwei Tagen voller konstruktiven Austausch zwischen DFB und den Landesverbänden kann man sagen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, die DropOut-Quote weiter zu bekämpfen. Denn das ist doch das, was wir alle wollen: die Kinder und Jugendlichen zum Sport zu animieren, eine Gemeinschaft zu formen, ohne jegliche Vorurteile.
Zusammen Fußball spielen, das ist das, was zählt. Ich bedanke mich für die Einladung beim Sächsischen Fußball-Verband und freue mich unseren Stadtverband beim großen DFB repräsentiert zu haben.